Zu den Zeiten als Naturfreunde- und andere Vereinshäuser entstanden, gab es die heutigen Brandschutzvorschriften noch nicht. Treppenhäuser wurden gebaut, um die Stockwerke zu erreichen. Der geschaffene Raum, um Betten, Schränke usw. nach oben und unten zu bringen, also die Infrastruktur zu erstellen, war nach der Ausrüstung der Räume nicht mehr notwendig. In praktisch allen Häusern wurden dann Schränke errichtet, um Bettwäsche, Reinigungsmaterial und ähnliches unterzubringen. Dass Holz und Putzmittel in den Schränken eine Brandlast bringt oder sogar erhöht, war nicht klar. Es war einfach praktisch.

Zunächst einen Ausflug dahin, woraus die Gefahr besteht. Geheizt wird oft mit Kachelöfen, die oft die einzige Heizung darstellen oder inzwischen die Zentralheizung unterstützen. Die mögliche Brandgefahr hatte mensch in der Vergangenheit weitgehend im Griff, weil mensch gewohnt war mit Holz, Kohle usw. umzugehen. Die nachfolgenden Generationen haben kaum noch ein Gefühl im Umgang mit dem Brennmaterial. Sie sind die Zentralheizung gewohnt und finden es spannend mit Holz zu spielen und erkennen die Gefahr von "zuviel" oder "zu schneller Zuführung" des Brennmaterials nicht. In den Küchen halten Elektrogeräte mit Heiz- und Warmhaltefunktion Einzug. Da die ehrenamtlichen Hausdienste Essen und Getränke anbieten wollen, um so die Bewirtschaftung des Hauses mit Einnahmen zu unterstützen, aber die Anschaffung einer Profiküche wiederum zu teuer ist, werden private Geräte dafür missbraucht.

Insgesamt gibt es diverse Brandentstehungsmöglichkeiten und der Brandausbreitung ist bei den üblichen Holzverkleidungen und Naturholzmöbeln viel Nahrung gegeben. Um so wichtiger ist, dass die Decken ausreichende Brandhemmung haben und die Treppenhäuser mit Feuerschutztüren von den Aufenthaltsräumen abgetrennt werden, wenn sich darüber Schlafräume befinden. Der Fluchtweg muss also unabhängig vom Aufenthaltsraum sein, durch Feuerschutztüren abgeschlossen sein (keine Keile) und möglichst brandlastfrei.

Was passiert jetzt mit den Einbauschränken und den schönen Verkleidungen in den Fluren und Treppenhäuser? Es gibt inzwischen Imprägnierflüssigkeiten, die trockenes Naturholz schwer entflammbar macht. Es ist nicht ganz günstig, aber wenn es eine Rettung ermöglicht, sicher eine der Möglichkeiten. Noch besser wäre es, diese aus dem Treppenhaus oder dem Flur zu entfernen. Dass dies schwer zu wirklichen ist, ist klar. In einem Haus wurde ein Zweibettzimmer zur Abstellkammer umgewandelt und die Flure und Treppenhäuser waren brandlastfrei.