2009 baute die DWA einen Fachausschuss für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf. Ich wurde in den Fachausschuss (BIZ 4) erst als Gast, dann als Mitglied aufgenommen und diese Tätigkeit führe ich bis heute aus.
Aus dem Berufswettkampf bei der IFAT, den wir ausrichteten kam die Erkenntnis, dass spezielle Seminare zu RSA notwendig wären und von den Kommunen angefragt werden. Mit einer Kollegin aus Essen entwickelten wir ein Seminar, das bis heute von der DWA allgemein angeboten oder als Inhouse durchgeführt wird.
Da wir beide auch im Explosionsschutz fachkundig sind, hatten wir bei einer Trainerschulung die Idee eine Seminarreihe aufzubauen. Beginnend bei einer Grundschulung mit einem Wissenstest. Darauf aufbauend eine Aufbauschulung für Betreiber und Planer. Zwei Kollegen aus dem Elektrobereich konnten wir dazu gewinnen ein Seminar Praktischer elektrischer Explosionsschutz und Prüfung von elektrischem Explosionsschutz aufzubauen. Das Grundseminar und die beiden Seminare aus dem Elektrobereich führen dann zum Zertifikat der Befähigten Person ... nach Anhang 2 BetrSichV 3.1.
Durch die Betreuerin der DWA, die unsere Seminare organisiert, kamen noch viele weitere Themen hinzu. Inhouse wurden und werden die Themen:
- Umgang mit Fremdfirmen
- Gefährdungsbeurteilung in Präsenz und online
- Umgang mit Gefahrstoffen Grundlagen online
- Umgang mit Gefahrstoffen Aufbau online
- Einstieg in Schächte
- usw.
angeboten. Oft sind es komplette Neuentwicklungen, aber auch bei Themen wie der RSA ist jedesmal eine Aktualisierung notwendig.
Von dem Kollegen, der uns in Ismaning 2005 geschult hat, habe ich dann einen Teil von einem zweitägigen Seminar "Sichere Faulgasanlagen" übernommen. Hier vermittle ich auch die Grundlagen des Explosionsschutzes, aber auch Wissen zu Prüfungen. Der Kollege referiert eher über die praktischen Dinge, wie die Auslegung von Rohrleitungen, Filtern, Regelstrecken und auch über BHKWs und die Qualität der ausgeführten Schweißarbeiten (oft grottenschlecht).
Nachdem man schon mal in dem Bereich Explosionsschutz unterwegs ist, wird man sehr schnell in Arbeitsgruppen vereinnahmt. Bei mir war es der KA 11.4, der das DWA M 217 überarbeiten sollte. Wir waren fast fertig, dann kam Corona und die Arbeit lag auf Eis. Als die Arbeit wieder aufgenommen wurde, fand ich mich plötzlich in der Rolle des Sprechers und damit in der Verantwortung die Arbeit abzuschließen. Der Abschluss ist jetzt für 2026 geplant.
Durch den zugehörigen Fachausschuss KA 11 und den Kollegen bei dem Seminar "Sichere Faulgasanlagen", war es konsequent beim KEK 8.1, einer Arbeitsgruppe zum Erstellen einer Prüfliste zur Prüfung der relevanten Vorschriften und deren Erfüllung im Bereich Gasanlagen, mitzuarbeiten. Hier musste der Sprecher mit Überschreiten der, von der DWA festgelegten Altersgrenze, seine Sprecherrolle niederlegen und schlug mich vor. Keine andere mitwirkende Person wollte das machen und so hatte ich die Aufgabe die Liste zu Ende zu führen und die wiederkehrende Überarbeitung zu veranlassen. Der zugehörige Fachausschuss KEK 8 besteht aus Vertretern der DWA, des Fachverbandes Biogas und des DVGW. So kommt man auch mit anderen Verbänden in Kontakt.
Über den Weg und den persönlichen Kontakt, arbeitete ich auch beim FVBiogas an einer Checkliste zur Prüfung mit.
Die Arbeit in den Gremien macht Spaß, ist oft zeitaufwändig, aber man zieht doch viel Wissen und Erfahrung daraus. Rückblickend möchte ich die Zeit nicht missen.